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Winterlager
 

Im Oktober überführte ich die "Mistral" von Stralsund, wo es auf dem Wasser nun doch empfindlich kalt und feucht war, ins Winterlager.
 


 
Gegen 11 Uhr mit dem Zug aus Köln angekommen, schaffte ich es um 12:20 Uhr durch die Ziegelgrabenbrücke. Hinter der Sprayhaut kauernd beglückwünschte ich mich zu men Entschluss, die Mistral aus dem Wasser zu holen. Der kalte, feuchte Wind biss in die Nase, die Motorabgase wirbelten ins Cockpit: Nein, dies ist ein Segelboot, kein Motorboot. Ich begrub meine Überlegungen, über die französischen Kanäle ins Mittelmmer zu motoren, indem ich mir die Mütze tiefer über die Augen zog und den Schal enger um den Hals wickelte.
 
In der Marina Neuhof, takelte ich sie ab und legte am Morgen vor dem Krantermin den Mast. Ich stapelte alles, was von Bord sollte auf dem Steg und bekam große Augen: So viel hatte ich an Bord geschleppt? Meine Klamotten, Bücher, übriggebliebende Vorräte, Segel und Polster füllten einen großen PKW-Anhänger.

Am Freitagnachmittag war es soweit, die Mistral lag am Krankai.
 

Und schwups, kam sie aus dem Wasser. Ich sah zum ersten Mal das Unterwasserschiff, es war in einem tadellosen Zustand. Nur am und um den Saildrive hatten sich ein paar Pocken angesiedelt. Da war wegen des Aluminiums ein anderes Autifouling, als am restlichen Rumpf, verwendet worden.

Die Jungs von der Marina bockten die Mistral sorgfältig auf.
 

Dann wurde sie zum Waschplatz gefahren, wo das Unterwasserschiff mit Hochdruckreinigern gesäubert wurde.
Der Motor wurde mit Glyzantin und die wasserführenden Leitungen mit Autoscheiben-Frostschutz durchgespült.
Dann noch eine große Plane über das Schiff und nun ruhe gut mein Schiffchen.
 

Auf dem Dachboden trockneten dann Segel und Polster, bevor auch sie ins Winterlager verschwanden.


 

 
Spaziergang in Waren und am Plauer See
 

Dieses Bild des spiegelglatten Plauer Sees mit Seezeichen ist ein schönes Synonym für Winterruhe.
 
 
Waren/Müritz - Blick auf Marienkirche und meine alte Schule (Diesterwegschule) am Tiefwarensee
 

 
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